Reise- und Geschäftsbedingungen

Sehr geehrter Reiseteilnehmer,

wir bitten mit Ihrer Buchung um Ihr Vertrauen für unser Reiseangebot. Vertrauen setzt Kenntnis der beiderseitigen Rechte und Pflichten voraus. Deshalb regeln die nachstehenden Reisebedingungen, ohne die es leider nicht geht, das Vertragsverhältnis zwischen Ihnen, dem Reiseteilnehmer, und uns, dem Reiseveranstalter. Diese Reisebedingungen werden, soweit sie nach den gesetzlichen Bestimmungen wirksam vereinbart werden, Inhalt des mit Ihnen abzuschließenden Reisevertrages. Sie ergänzen die § 651a ff. BGB und die Informationsverordnung für Reiseveranstalter und füllen diese Vorschriften aus.

1. Zustandekommen des Reisevertrages
1.1 Mit der Anmeldung, welche möglichst schriftlich erfolgen soll, bietet der Reiseteilnehmer (soweit dieser minderjährig ist durch seine gesetzlichen Vertreter und dieser selbst neben dem Minderjährigen) dem Veranstalter der betreffenden Reise den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Telefonische Reservierungen und Voranfragen sind stets unverbindlich.
1.2 Der Reisevertrag mit den Teilnehmern und - bei Minderjährigen - mit seinen gesetzlichen Vertretern kommt durch die schriftliche Anmeldebestätigung des Veranstalters an den Teilnehmer und seine gesetzlichen Vertreter zustande. Bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluss wird der Reiseveranstalter dem Teilnehmer eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln.
1.3 Weicht der Inhalt der Anmeldebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot auf Abschluss eines Reisevertrages vor, das für den Veranstalter für die Dauer von 10 Tagen verbindlich ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Reiseteilnehmer innerhalb der Bindungsfrist gegenüber dem Veranstalter die Annahme erklärt, was auch durch Zahlung der Anzahlung, des gesamten Reisepreises oder durch den Reiseantritt geschehen kann.
1.4 Die Anmeldung von Teilnehmern mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist mit genauen Angaben Uber Art und Umfang der Beeinträchtigung zu versehen, damit der Veranstalter prüfen kann, ob eine Teilnahme und Anmeldebestätigung möglich ist. Sollten dem Veranstalter solche Angaben nicht gemacht werden, kann keine Anmeldebestätigung erfolgen, also kein Reisevertrag abgeschlossen werden. Erfolgt durch den Veranstalter eine Teilnahmebestätigung, weil ihm Uber eine solche gesundheitliche Beeinträchtigung nichts mitgeteilt wurde, so behält sich der Veranstalter vor, aus diesem Grund den Reisevertrag mit dem Teilnehmer zu kündigen, falls eine Teilnahme nach dem pflichtgemäßen Ermessen des Reiseveranstalters aufgrund der besonderen Umstände der Freizeit nicht möglich oder zumutbar ist.

2. Leistungen des Veranstalters
2.1 Die Leistungsverpflichtung des Reiseveranstalters ergibt sich aus dem Inhalt der Anmeldebestätigung in Verbindung mit dem für den Zeitpunkt der Reise gültigen Prospekt unter Maßgabe sämtlicher der im Prospekt enthaltenen Hinweise und Erläuterungen.
2.2 Orts- und Hotelprospekte, die nicht vom Reiseveranstalter vertrieben werden, sowie Erklärungen, Auskünfte und Zusicherungen Dritter, insbesondere der Leistungsträger (z. B. Fluggesellschaften, Hotelleitung usw.), sind für den Veranstalter nicht verbindlich, ausgenommen für den Fall, dass eine entsprechende Erklärung oder Auskunft vom Veranstalter ausdrücklich schriftlich bestätigt wurde.
2.3 Ändernde oder ergänzende Vereinbarungen zu den im Reiseprospekt beschriebenen Leistungen sowie zu den Reisebedingungen bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung mit dem Veranstalter. Sie sollten aus Beweisgründen schriftlich getroffen werden.
2.4 Ausflüge und Besichtigungsfahrten während der Reise und an den Zielorten sind - soweit im Prospekt nicht ausdrücklich angegeben - Fremdleistungen, also keine eigenen Leistungen des Reiseveranstalters und können nur im Auftrag des Teilnehmers vermittelt werden. Der Veranstalter haftet nicht für die Richtigkeit der für die Ausflüge und Besichtigungsfahrten im Prospekt angegebenen Preise und für den Umfang der Leistung.

3. Zahlung, Anzahlung
3.1 Nach Vertragsschluss (Eingang der Anmeldebestätigung beim Teilnehmer) ist eine Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises pro Person zu leisten, welche auf den Reisepreis angerechnet wird. Eine Nichtzahlung bewirkt keine Aufhebung des Vertrages.
3.2 Die Restzahlung ist vier Wochen vor Reisebeginn zu bezahlen, wenn feststeht, dass die Reise durchgeführt wird und insbesondere nicht mehr nach Ziffer 9.2 lit. a) oder Iit. b) abgesagt werden kann.
3.3 Sämtliche vorgenannten Zahlungen sind erst zahlungsfällig, wenn Ihnen der Sicherungsschein gem. § 651 k Abs. 3 BGB übergeben wurde.
3.4. Die Reiseunterlagen werden dem Teilnehmer unverzüglich nach Eingang seiner Restzahlung zugesandt oder ausgehändigt.

4. Leistungsänderungen
4.1 Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind, den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen und für den Teilnehmer nicht unzumutbar sind. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.
4.2 Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Reisenden über Leistungsänderungen oder-abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen. Gegebenenfalls wird der Reiseveranstalter eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt anbieten.
4.3 Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten.
4.4 Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist der Reisende berechtigt ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.

5. Rücktritt des Teilnehmers, Umbuchung
5.1 Der Teilnehmer kann bis Reisebeginn jederzeit durch Erklärung gegenüber dem Reiseveranstalter, deren schriftliche Abgabe empfohlen wird, vom Reisevertrag zurücktreten. Stichtag ist der Eingang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter.
5.2 In jedem Fall des Rücktritts durch den Reiseteilnehmer steht dem Veranstalter unter Berücksichtigung gewöhnlich ersparter Aufwendungen und der gewöhnlich möglichen anderweitigen Verwendung der Reiseleistung unter Verzicht auf die Geltendmachung eines höheren konkreten Schadens folgende pauschale Entschädigung zu:
a) bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 20 % des Reisepreises;
b) vom 29. bis 15. Tag vor Reiseantritt 40 % des Reisepreises;
c) vom 14. bis 07. Tag vor Reiseantritt 60 % des Reisepreises;
d) vom 06. Tag vor Reiseantritt bis zum Reiseantritt 70 % des Reisepreises.

Für die Stornierungen von Ferienwohnungen gelten folgende Sätze:
a) bis zum 31. Tag vor Reiseantritt 30 % des Reisepreises;
b) vom 30. bis 16. Tag vor Reiseantritt 50 % des Reisepreises;
c) vom 15. Tag vor Reiseantritt bis Reiseantritt 80 % des Reisepreises;

5.3. Es wird darauf hingewiesen, dass der Nichtantritt der Reise ohne ausdrückliche Rücktrittserklärung nicht als Rücktritt vom Reisevertrag gilt, sondern in diesem Fall der Teilnehmer zur vollen Bezahlung des Reisepreises verpflichtet bleibt.
5.4 In jedem Fall des Rücktritts ist es dem Reiseteilnehmer gestattet, nachzuweisen, dass dem Veranstalter tatsächlich keine oder wesentlich geringere Kosten als die geltend gemachte Kostenpauschale entsprechend vorstehender Regelung entstanden sind. In diesem Fall ist der Reiseteilnehmer nur zur Bezahlung der tatsächlich angefallenen Kosten verpflichtet.
5.5. Für Umbuchungen (Änderungen von Reisebeginn, Reisedauer, Abflugort, Zielflughafen, Hotel, Verpflegungsart, Unterkunft), die nach Vertragsschluss (Zugang der Anmeldebestätigung beim Teilnehmer) erfolgen, wird bis vier Wochen vor Reisebeginn eine Kostenpauschale von € 50,- pro Person erhoben. Umbuchungswünsche, die später als vier Wochen vor Reisebeginn beim Veranstalter eingehen, bearbeitet dieser nur im Rahmen einer Stornierung des Vertrages, verbunden mit einer Neubuchung, wobei die Stornierung nur entsprechend der vorstehenden Rücktrittskostenregelung erfolgen kann. Dies gilt nicht für Umbuchungen, die nur geringfügige Kosten verursachen.
5.6 Bei einem Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers (Namensänderung) ist der Reiseveranstalter, soweit er einem solchen Wechsel nicht deshalb widerspricht, weil der neue Reiseteilnehmer den besonderen Reiseanforderungen nicht genügt, berechtigt, pro Person eine Kostenpauschale für den Aufwand (Änderung von Flugtickets, Hotelgutscheinen) von € 50,- pro Person zu berechnen.

6. Obliegenheiten des Reisenden, Kündigung durch den Reisenden
6.1 Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung zur Mängelanzeige ist bei Reisen mit dem Reiseveranstalter dahingehend konkretisiert, dass der Reisende verpflichtet ist, auftretende Mängel unverzüglich der vom Reiseveranstalter beauftragten Reisebegleitung anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen.
6.2 Ist vom Reiseveranstalter keine Reisebegleitung eingesetzt und nach den vertraglichen Vereinbarungen auch nicht geschuldet, so ist der Reiseteilnehmer verpflichtet, dem Reiseveranstalter direkt unverzüglich Nachricht über die Beanstandung zu geben und um Abhilfe zu ersuchen. Der Kontakt mit dem Reiseveranstalter kann unter der im Reisekatalog und den Reiseunterlagen angegebenen Adresse aufgenommen werden.
6.3 Ansprüche des Reisenden entfallen nur dann nicht, wenn die dem Reisenden obliegende Mängelanzeige unverschuldet unterbleibt.
6.4 Bei Reisegepäck sind Verlust und Beschädigungen unverzüglich den Beförderungsunternehmen anzuzeigen. Dies gilt insbesondere bei Verlust von Fluggepäck. Das Beförderungsunternehmen ist zur Ausstellung einer schriftlichen Bestätigung verpflichtet. Ohne Anzeige besteht die Gefahr eines Anspruchsverlustes.
6.5 Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisende den Vertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Die Kündigung ist erst zulässig, wenn der Reiseveranstalter bzw. seine Beauftragten (Reisebegleitung, örtliche Agentur) eine ihnen vom Reisenden bestimmte angemessene Frist haben verstreichen lassen, ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter oder seinem Beauftragten verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird. Erfolgt nach diesen Bestimmungen eine zulässige Kündigung des Reisevertrages durch den Reiseteilnehmer, so bestimmen sich die Rechtsfolgen dieser Kündigung nach dem § 651 e Abs. 3 und Abs. 4 BGB. Die Vorschrift des 651 j BGB bleibt hiervon unberührt.
6.6 Die gesetzliche Obliegenheit des Kunden nach § 651 g Abs. 1 BGB, reisevertragsrechtliche Gewährleistungsansprüche innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen, wird in Bezug auf den mit dem Reiseveranstalter abgeschlossenen Reisevertrag wie folgt konkretisiert und erweitert:
a) Ansprüche, des Reiseteilnehmers wegen mangelhafter Reiseleistung, nachträglicher Unmöglichkeit und der Verletzung von Nebenpflichten, soweit sie nicht die Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit zum Gegenstand haben oder auf einer unerlaubten Handlung beruhen, hat der Reiseteilnehmer innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Rückreisedatum gegenüber dem Reiseveranstalter geltend zu machen.
b) Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegenüber dem Reiseveranstalter unter der im Reisekatalog, den Reiseunterlagen und der Reisebestätigung angegebenen Anschrift erfolgen. Eine schriftliche Geltendmachung wird dringend empfohlen.
c) Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist. Die Vorschriften über die Hemmung der Verjährungsfrist bleiben durch die vorstehenden Bestimmungen unberührt.
6.7 Es wird darauf hingewiesen, dass die vorstehend behandelten Rechte und Obliegenheiten des Teilnehmers im gesetzlichen Umfang (siehe: S 651 d, 651 e, 651 g BGB) auch dann gelten, wenn die vorliegenden Reisebedingungen im Einzelfall nicht Vertragsinhalt werden.

7. Kündigung oder Rücktritt durch den Reiseveranstalter
7.1 Der Veranstalter kann den Reisevertrag nach Reiseantritt ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Reisende die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des Veranstalters, bzw. der von ihm eingesetzten Reisebegleitung, nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Veranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen, sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Venwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gebrachten Beträge. Die vom Veranstalter eingesetzten Reisebegleiter sind ausdrücklich bevollmächtigt, die Interessen des Veranstalters in diesen Fällen wahrzunehmen.
7.2 Der Veranstalter kann vom Reisevertrag zurücktreten: a) bis 4 Wochen vor Reisebeginn bei Nichterreichen einer in der Leistungsbeschreibung festgelegten Mindestteilnehmerzahl. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Reiseteilnehmer unverzüglich nach Eintritt der Voraussetzung für die Nichtdurchführung der Reise hiervon in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung unverzüglich, spätestens vier Wochen vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn, zuzuleiten. Der Reiseteilnehmer erhält den eingezahlten Reisepreis unverzüglich zurück. Der Teilnehmer kann im Falle der Kündigung durch den Veranstalter die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Teilnehmer aus seinem Angebot anzubieten. Der Teilnehmer hat diese Rechte unverzüglich nach Zugang der Kündigung des Reiseveranstalters diesem gegenüber geltend zu machen.
b) bis 4 Wochen vor Reisebeginn bei denjenigen Reisen, welche entsprechend den Angaben in der Reiseausschreibung mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert werden, dann, wenn die Bewilligung der beantragten Mittel überhaupt nicht oder nicht im vorgesehenen Umfang erfolgt. Der Veranstalter ist verpflichtet, die Reiseteilnehmer unverzüglich in Kenntnis zu setzen, wenn ihm die Ablehnung der Bewilligung oder die eingeschränkte Bewilligung bekannt wird. Die Rücktrittserklärung ist dem Teilnehmer unverzüglich, spätestens bis vier Wochen vor Reisebeginn, zuzuleiten. Der Teilnehmer kann im Fall einer solchen Kündigung die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Der Reisende hat dieses Recht unverzüglich nach der Kündigung des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen.

8. Haftung des Veranstalters
8.1 Die vertragliche Haftung Ist für Schäden, die nicht Körperschäden sind, auf den 3-fachen Reisepreis beschränkt,
a) soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde oder
b) soweit der Veranstalter für einen dem Teilnehmer entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens seines Leistungsträgers verantwortlich Ist.
8.2 Ein Schadenersatzanspruch gegen den Veranstalter ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Übereinkommen oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auch von einem Leistungsträger zu erbringende Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadenersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen Ist.
8.3 Insbesondere haftet der Veranstalter, soweit Ihm die Stellung eines vertraglichen Luftfrachtführers zukommt, ausschließlich nach den Bestimmungen der Internationalen Abkommen, Insbesondere den Bestimmungen von Warschau und Guadalajara, neben den ausführenden Luftfrachtführer (Fluggesellschaft). Diese Abkommen beschränken in der Regel die Haftung des Luftfrachtführers für Tod und Körperverletzung sowie für Verluste oder Beschädigung von Gepäck.

9. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsbestimmungen
9.1 Der Reiseveranstalter informiert im Reisekatalog über die obigen Bestimmungen, die für das jeweilige Reiseland gültig sind, sowie über eventuelle Fristen zur Erlangung von Unterlagen, die für die Reise erforderlich sind. Diese Informationen werden für deutsche Staatsbürger erteilt, bei denen keine besonderen Verhältnisse gegeben sind. In der Person des Reisenden begründete persönliche Verhältnisse (z. B. Doppelstaatsbürgerschaft, Staatenlosigkeit, frühere Eintragungen im Pass-, Flüchtlingsausweis usw.) können dabei nicht berücksichtigt werden, soweit sie dem Reiseveranstalter nicht ausdrücklich vom Reiseteilnehmer mitgeteilt worden sind.
9.2 Der Reiseveranstalter wird den Kunden vor seiner Reiseanmeldung über etwaige Änderungen der in der Reiseausschreibung wiedergegebenen allgemeinen Vorschriften informieren.
9.3 Soweit der Reiseveranstalter seiner Hinweispflicht entsprechend der vorstehenden Bestimmungen nachkommt, ist der Reiseteilnehmer zur Einhaltung dieser Bestimmungen selbst verpflichtet, es sei denn, dass sich der Reiseveranstalter ausdrücklich zur Beschaffung etwaiger Visa, Bescheinigungen usw. verpflichtet hat. Der Reiseveranstalter haftet auch dann, wenn er im Einzelfall die Beschaffung übernommen hat, nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang solcher Unterlagen, es sei denn, dass der Reiseveranstalter die Verzögerung zu vertreten hat.
9.4 Soweit aus den genannten Vorschriften dem Reisenden Schwierigkeiten entstehen, die seine Teilnahme an der Reise verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt ihn dies nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag. Dies gilt jedoch nur, wenn der Reiseveranstalter seinerseits zur Leistungserbringung in der Lage ist und die genannten Schwierigkeiten nicht von ihm zu vertreten sind. Etwaige Ansprüche des Reisenden im Falle eines schuldhaften Verhaltens des Reiseveranstalters bleiben unberührt.

10. Verjährung
10.1 Ansprüche des Reisenden nach den §§ 651 c-f BGB, die aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und für sonstige Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, verjähren in zwei Jahren.
10.2 Alle sonstigen Ansprüche nach den §§ 651 c-f BGB verjähren in einem Jahr.
10.3 Die Verjährung der Ansprüche beginnt mit dem Tag, an dem die Reise nach dem geschlossenen Reisevertrag enden sollte.
10.4 Macht der Reiseteilnehmer innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehen Reiseende Ansprüche geltend, so ist die Verjährung solange gehemmt, bis der Veranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist. Diese Zurückweisung stellt zugleich die Verweigerung der Fortsetzung von Verhandlungen über den Anspruch im Sinne von § 203 BGB dar.

11. Gerichtsstand
11.1 Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen unwirksam sein oder werden, so behalten die übrigen Bestimmungen gleichwohl Gültigkeit und die Wirksamkeit des Reisevertrages als solchem bleibt unberührt.
11.2 Der Reiseteilnehmer kann den Reiseveranstalter ausschließlich an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen.

12. Zusätzliche Bedingungen für geschlossene Gruppen
12.1 Die nachstehenden Bedingungen gelten, ergänzend  zu den vorstehenden Bedingungen vom Reiseveranstalter (RV), für Reisen geschlossener Gruppen. „Reisen für geschlossene Gruppen“ im Sinne dieser Bestimmungen sind ausschließlich Gruppenreisen, die vom RV  organisiert du über eine/n Gruppenverantwortliche/n bzw. Auftraggeber/in für einen bestimmten Teilnehmerkreis gebucht und/oder abgewickelt werden.
12.2 Besondere Haftung vom RV bei Reisen für geschlossene Gruppen.
12.2.1 Der RV haftet bei Reisen für geschlossene Gruppen für die in der Buchungsbestätigung aufgeführten Leistungen.
12.2.2 Der RV haftet nicht für Leistungen und Leistungsteile, gleich welcher Art, die mit oder ohne Kenntnis vom RV und Auftraggeber zusätzlich zu den Leistungen vom RV angeboten, organisiert, durchgeführt und/oder den Reiseteilnehmern zur Verfügung gestellt werden. Hierzu zählen insbesondere:
a)Vom Auftraggeber organisierte An- und Abreisen zu und von dem mit dem RV vertraglich vereinbarten Abreise- und Rückreiseort.
b)Nicht im Leistungsumfang vom RV enthaltene Veranstaltungen vor und nach der Reise und am Reiseort
c)Vom RV auf Wunsch vom Auftraggeber vermittelte Reiseleiter.
12.2.3 Der RV haftet nicht für Maßnahmen und Unterlassungen vom Auftraggeber oder des vom RV vermittelte Reiseleiters vor, während und nach der Reise, insbesondere nicht für mit dem RV nicht abgestimmte Änderungen, Weisungen an örtliche Führer/innen, Sonderabsprachen mit verschiedenen Leistungsträgern, Auskünfte und Zusicherungen gegenüber dem Reiseteilnehmer.
12.3 Soweit für die Haftung vom RV gegenüber dem Reiseteilnehmer an den Reisepreis anzuknüpfen ist, ist ausschließlich der zwischen dem Auftraggeber und dem RV vereinbarte Reisepreis der/des Reiseteilnehmer/s maßgeblich, ohne Berücksichtigung von Zuschlägen jedweder Art, welche vom Auftraggeber gegenüber dem/der Reiseteilnehmer/in erhoben werden.
12.4 Beanstandung
12.4.1 Der Auftraggeber oder der vom RV lediglich vermittelte Reiseleiter ist insbesondere nicht berechtigt oder bevollmächtigt vor, während oder nach der Reise Beanstandungen der Reiseteilnehmer namens des RV anzuerkennen.
12.4.2 Der Auftraggeber oder der vom RV lediglich vermittelte Reiseleiter ist insbesondere nicht berechtigt, namens des RV gegenüber dem Reiseteilnehmer irgendwelche Ansprüche auf Rückerstattung des Reisepreises sowie auf Schadenersatz , gleich aufgrund welchen Sachverhaltes und aus welchem Rechtsgrund, anzuerkennen.
12.4.3 Der Reiseteilnehmer hat die ihr/ihm gem. Ziffer 6 obliegend Mängelanzeige beim Auftreten von Leistungsstörungen bei der/dem vom RV lediglich vermittelten Reiseleiter/in bzw. örtlichen Führer/in vorzunehmen. Eine Mängelanzeige gegenüber dem Auftraggeber ist nur dann ausreichend, wenn vom RV keine eigene Reiseleitung oder örtliche Führung eingesetzt ist oder diese nicht erreichbar ist
12.5 Kündigung oder Rücktritt vom Gruppenreiseveranstalter
12.5.1 Der Auftraggeber kann vom Vertrag jederzeit durch schriftliche Erklärung zurücktreten. Stichtag ist der Eingang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter während dessen Bürozeiten.
12.5.2 Kündigt der Auftraggeber den Vertrag, so gelten die mit dem Auftraggeber vereinbarten und der Auftragsbestätigung aufgeführten Stornobedingungen. Sind solche besonderen Vereinbarungen nicht getroffen, so sind folgende Stornierungskosten zu bezahlen:

a)bis 32 Wochen vor Reisebeginn 20%
b)bis 29 Wochen vor Reisebeginn 30%
c)bis 24 Wochen vor Reisebeginn 40%
d)bis 16 Wochen vor Reisebeginn 50%
e)bis 10 Wochen vor Reisebeginn 75%
f)bis 4 Wochen vor Reisebeginn 85%
g)danach vor Reisebeginn 95%

Ausnahme
Abweichend von diesen Stornierungsbeträgen gelten bei allen Verträgen mit Häusern in den Niederlanden:
a)bis 6 Monate vor Vertragsbeginn 25%
b)bis 4 Monate vor Vertragsbeginn 50%
c)bis 2 Monate vor Vertragsbeginn 75%
d)innerhalb 2 Monate vor Vertragsbeginn 90%
e)am tag des Vertragsbeginnes oder Nichterscheinen 100%
12.5.3 Dem Reiseveranstalter bleibt es vorbehalten, soweit mit dem Auftraggeber gemäß Auftragsbestätigung keine konkreten Stornierungssätze vereinbart wurden, diese abweichend von den vorstehenden Pauschalen konkret zu berechnen. In diesem fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, seinen entsprechenden Aufwendungsersatzanspruch zu beziffern und zu belegen.
12.5.4 Von den fälligen Stornobeträgen werden ersparte Aufwendungen vom Reiseveranstalter abgesetzt. Dies trifft insbesondere zu, wenn der Stornierende Auftraggeber eine Ersatzgruppe stellt.
12.5.5 Unbeschadet der Ziff. 5.2 und 5.3 ist es dem Auftraggeber unbenommen, nachweisen, dass dem Reiseveranstalter ein geringerer  oder gar kein Schaden entstanden ist.

Stand 10/2015
© Katholisches Ferienwerk Oberhausen

Das Katholische Ferienwerk Oberhausen wurde am 8. März 1961 als eingetragener Verein (e.V.) gegründet und ist registriert beim Amtsgericht Duisburg unter der Register-Nummer V757. Das Finanzamt Oberhausen-Nord hat die Gemeinnützigkeit des Katholischen Ferienwerks unter der Steuer-Nummer 123/- 5724/0659 anerkannt und zuletzt mit Bescheid vom 30. September 2008 bestätigt. Der Verein ist berechtigt, Zuwendungsbescheinigungen auszustellen.

Vorstand:
Hans Rensing (1. Vorsitzender),
Dieter Wentz (stellvertretend),
Hans Carollo (stellvertretend)

Geschäftsführer:
Michael Guthoff